Wo ist die
Wiedergutmachung
für die Schandtaten
der Kirche?
   


Die Institution Kirche hat unendliches Leid verursacht, weil sie das Gegenteil von dem tat, was Christus wollte. Um sich mit den Millionen Opfern dieser Untaten zu versöhnen, genügt es nicht, ein allgemeines Schuldbekenntnis zu äußern, denn bisher hat Johannes Paul II. es vermieden, sich klar auszudrücken. Er sprach lediglich von “schmerzlichen Kapiteln der Kirchengeschichte”. Viele Kardinäle sind nach wie vor der Auffassung, dass die Kirche als solche gar nicht sündigen könne. Doch ohne die Reue, ohne ein klares Schuldeingeständnis und ohne eine ausdrückliche Bitte um Vergebung an alle Seelen der Opfer und deren Angehörigen kann keine wirkliche Bereinigung stattfinden. Hinzu käme die Wiedergutmachung und das Nicht-mehr-Tun des Erkannten: “Gehe hin und sündige fortan nicht mehr!” (Johannes 5, 14).

Wiedergutmachen würde aber bedeuten, dass die Kirche einen erheblichen Teil ihres unrechtmäßig erworbenen Vermögens (des tatsächlichen Vermögens, nicht nur die Spenden der Gläubigen) z. B. an Menschen abgeben müsste, die heute in Not sind. Davon ist aber bis jetzt keine Rede.

       
 

 

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt, Dieter Potzel, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld