Die Blutspur
der Kirche

Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Bewegungen, die die ursprüngliche Lehre des Nazareners wieder beleben wollten: Paulikianer, Markioniten, Bogumilen, Katharer, Waldenser, Täufer. Sie wurden samt und sonders verfolgt und ausgerottet. Mit ihnen starben Millionen von Menschen als Opfer der heidnischen Kult-Staatskirche: In den Kreuzzügen, bei der grausamen Eroberung Amerikas, in Inquisitions- und Hexenprozessen. Auch die Judenverfolgung wurde durch die Kirche angeheizt - Hitlers Schergen beriefen sich auf die katholische Kirche (vgl. http://www.das-weisse-pferd.com/99_07/kirche_hitler.html)und auf den Antisemiten Luther (vgl. www.theologe.de/theologe4.htm). Und noch im 20. Jahrhundert wurden ca. 750.000 orthodoxe Serben im katholischen Kroatien wegen ihres Glaubens ermordet.

Inquisition: 13.-18. Jahrhundert, ca. eine Million ermordete Menschen (nach anderen Schätzungen bis zu zehn Millionen), sowie unzählige Gefolterte, Misshandelte und Terrorisierte (Der Spiegel, 1.6.1998)

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Was bleibt
dann noch übrig?

Was bleibt noch übrig, wenn das angebliche Christentum der Kirchen fast gänzlich aus heidnischen Bräuchen besteht? Woran kann man sich dann noch festhalten? Ist es nicht schade um die schöne „Tradition”? Jesus von Nazareth war kein Traditionalist, sondern ein geistiger Revolutionär. Er war auch kein Utopist, wie die Kirchen heute behaupten, sondern ein Realist, der den Menschen den Weg zu Gott nahe brachte: die Bergpredigt und die Zehn Gebote. Wer diesen Weg geht, der hält sich mehr und mehr an Christus in sich fest - an dem inneren Felsen, der uns in jeder Situation Halt gibt.

 

 

Mörderische Wurzeln

Woher kommt das Morden?

   

 

Die Ideologie, die solche Verbrechen ermöglicht, wurde von den beiden Amtskirchen bis heute nicht widerrufen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, verlangt die Katholische Kirche auch heute z. B. die Anerkennung des Alten Testaments als „unaufhebbarer Teil der Heiligen Schrift“, in denen viele Tötungsaufrufe enthalten sind. Dort wird verlangt, dass sittliche Verfehlungen wie z. B. Ehebruch mit der Todesstrafe zu ahnden sind (3. Mose 20, 10). Ebenso brutal sei in anderen Fällen sittlicher Vergehen zu verfahren - insbesondere auch bei Ungehorsam gegen das Wort eines Priesters.

Einige Beispiele:

„Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.“
(3. Mose 20, 10)

„Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört, ... sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und er soll sterben.
(3. Mose 21, 18-21)

„Ein Mann aber, der so vermessen ist, auf den Priester, der dort steht, um vor dem Herrn, deinem Gott, Dienst zu tun, oder auf den Richter nicht zu hören, dieser Mann soll sterben.“
(5. Mose 17, 12)

„Männer oder Frauen, in denen ein Toten- oder ein Wahrsagergeist ist, sollen mit dem Tod bestraft werden. Man soll sie steinigen ...
(3. Mose 20, 27)

„Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll im Feuer verbrannt werden.“
(3. Mose 21, 9)

„Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft.
(3. Mose 20, 9)

„Ein Mann, der mit einer Frau während ihrer Regel schläft ... sollen beide aus ihrem Volke ausgemerzt werden.“
(3. Mose 20, 18)

„Schläft einer mit einem Manne, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft.“
(3. Mose 20, 11-17)

Priester fälschten die Bücher Mose

Obwohl deutlich ist, dass solche Aussagen nicht aus dem göttlichen Geist hervorgegangen sein können und obwohl die Aussagen von Mose ganz offensichtlich nachträglich von Schriftgelehrten verfälscht wurden (sie widersprechen z. B. klar der Botschaft der Gottespropheten im Alten Testament), halten beide Amtskirchen daran fest, dass die Bibel in ihrer Ganzheit von Gott inspiriert sei. Auch die oben aufgezählten Forderungen sind also nach katholischem Katechismus inspiriertes Wort Gottes und damit verbindlich. Wörtlich heißt es dort: „Das Alte Testament ist ein Teil der Heiligen Schrift, der nie aufgegeben werden kann. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen bleibenden Wert, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.“ (Nr. 140)

Die Gräueltaten
im Neuen Testament

In der Zeit nach Mose wurden Altäre gebaut und Tieropfer dargebracht. Menschen wurden einzeln gesteinigt, verbrannt etc. Doch unter der Geltung des Neuen Testaments kamen durch die Inquisition die Gräueltaten und Verbrechen von Priesterschaft und Klerus erst richtig zum Tragen. Da wurden Altäre aus Holz gebaut und Menschen (auch Frauen, Kinder und Greise) dutzendweise gefoltert und verbrannt. Auch hier gibt der Katholische Katechismus eine Erklärung:
Das Alte Testament bereitet das Neue vor, während dieses das Alte vollendet. Beide erhellen einander; beide sind wahres Wort Gottes”. (Nr. 140)

Das alles hat mit
Christus nichts zu tun!

Der bekannte Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner schrieb: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die ... Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche(Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.). Und deshalb heißt es auch in der Offenbarung des Johannes in der Bibel: „Ziehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!” (18, 4)

       
 

 

Freie Christen für den Christus der Bergpredigt, Dieter Potzel, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld